Oktober 2010

Dienstag 19 Oktober 2010

Vampire und Geschenkgutscheine
Dienstag, den 19. Oktober 2010 um 08:24 Uhr
Oct
19
2010

An einem schönen Herbsttag sitze ich auf der Veranda und sortiere die wöchentlichen Zuschriften. Dabei mache ich immer drei Haufen, wobei ich vorab schon verraten darf, dass meiner nicht der kleinste ist.

TOD: "Ist für mich etwas dabei?"

Ich: "Die Menschen tun sich schwer, Briefe an einen knochigen Mythos in Menschenform zu schreiben."

TOD: "Hmpf. Undankbare Bande, undankbare ..."

Ich: "Ah! Doch hier! Ein dicker Umschlag für Dich. Sieht mir nach Bewerbungsunterlagen aus."

TOD: "Her damit!"

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Montag 11 Oktober 2010

Ein Rat für meine Kinder
Montag, den 11. Oktober 2010 um 10:32 Uhr
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11
2010

Liebe Kinder,

solltet ihr jemals in die Verlegenheit kommen, nicht zu wissen, welchen Weg ihr in Eurem Leben gehen wollt, dann möchte ich euch an den Ratschlag erinnern, den Miss Tick der kleinen Tiffany mit auf den Weg gegeben hat1:

  • Folgt euren Träumen
  • Hört auf eure Herzen
  • Seid immer freundlich und nett
  • Dann werdet ihr regelmäßig von Leuten geschlagen, die wirklich hart arbeiten.
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Montag 04 Oktober 2010

Wahrheit oder Pflicht
Montag, den 04. Oktober 2010 um 10:45 Uhr
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04
2010

Ich denke, sie endlich gefunden zu haben: die Essenz des Dilemmas modernen Heidentums in Reinform.

Ich kann wieder beruhigt schlafen gehen, denn die Mühe, dieses Hexenblog zu schreiben, hat sich gelohnt!

Das Stichwort ist (TADAA): Mystik

Wie? Ihr seid nicht überrascht? Dann beantworten wir doch zuerst einmal die Frage, wodurch sich eine richtige Hexe von einer Karnevalshexe unterscheidet. Die Antwort ist, dass die echte Hexe sich Freiraum offen hält für Wahrnehmungen, die mit den bekannten Sinnen nicht zu machen sind. Sie ist bereit, Wahrheiten zu akzeptieren, die nicht direkt bewiesen werden können. Das betrifft Geister, Götter, Energien und Anderswelten.

Auch wenn ich ehrlicherweise davon ausgehe, dass kaum eine Hexe diese Dinge tatsächlich wahrnimmt, so ist es doch Teil ihres Lebensstils, die Annahme der Existenz dieser Dinge in ihr Denken und Handeln einzubinden.

Unser großes Problem ist die durchrationalisierte Welt. Wir kennen die genauen Wege der Sonne und des Mondes. Das Wissen um Pflanzenwachstum und die Evolution können wir nicht mehr leugnen. Die Wirkstoffe aus der Natur sind bekannt und für jeden Laien überall nachschlagbar.
Die Wahrscheinlichkeitsverteilung der Tarotkarten mit dem Sternenhimmel und dem eigenen Geburtsmonat in Beziehung zu bringen, gelingt eigentlich nur unter vollkommener Umgehung aller Vernunft. Und doch ...

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© 2012 Raphael Salazar Toteles
RST