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Mai 2010
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Montag, den 31. Mai 2010 um 10:36 Uhr
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| Was macht jemand, der in die Ecke gedrängt wurde und keinen Ausweg sieht? Er leugnet, in der Ecke zu stehen und dass das eigentlich gar keine Ecke sei und was heisst schon "gedrängt".
Warum fällt es den Menschen so leicht, die Realität zu leugnen und damit durchzukommen? Das Thema hatte ich auf die eine oder andere Art ja schon ein paar Mal. Aber es erschreckt mich jedesmal. Weil man dann nämlich vollkommen hilflos ist. Sei es ein Christ, der Dir in aller Milde erklärt, dass man in die Hölle kommt, auch wenn alles dagegen spricht, die diversen Holocaustleugner und dann noch erwachsene und gebildete Menschen, die hartnäckig an der Betrugsmasche Homöopathie hängen und den Unsinn auch noch versuchen, wissenschaftlich zu belegen ... ach die Reihe ist lang.
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Freitag, den 28. Mai 2010 um 14:24 Uhr
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| Kommt eine Frau zu Ihrem blinden Ehemann und bittet ihn zu IKEA zu gehen, um ihr diese "...diese, naja, also halt so praktische Deckchen, ungefähr sooo groß, gibt's in mehreren Farben, ich weiss nicht, ob die jetzt oben oder unten waren. Aber bitte bloss nicht die geriffelten oder die zu glatten. Und mehr als 5 Euro brauchste dafür nicht zu zahlen."
Und was macht der Blinde? Bindet sich seine Armbinde um, schnappt sich den Stock und betritt mutig an einem Samstag vormittag IKEA. Kurz vor Feierabend, und dem Nervenzusammenbruch nahe, erreicht er die Kasse und merkt, dass die Göttergattin vergessen hat, ihm Geld mitzugeben.
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Donnerstag, den 27. Mai 2010 um 09:00 Uhr
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| Was bisher geschah:
ich... bin bei Manowar ohne Ohrenschützer auf der Bühne gestanden
bin mit Skyclad im Pub gesessen
habe mich bei Jethro Tull gelangweilt
habe mit Naglfar philosophiert
habe mir den Fuss beim Pogen auf einem Misfits-Konzert gebrochen und es nicht gemerkt
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Dienstag, den 25. Mai 2010 um 15:54 Uhr
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| Wenn die Christen bewiesen haben wollen, dass es keinen germanischen Gott gibt, als kein Blitz kam, nachdem sie die heilige Eiche gefällt haben, dann würde ich schon gerne mal einen Gegenbeweis antreten... Read more...
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Dienstag, den 25. Mai 2010 um 11:46 Uhr
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| Meensch war das peinlich. Man darf mich einfach nicht auf die Menschen loslassen, so ohne Anweisungen.
Vorab: Ich bin dieses Christenbashing ja mittlerweile leid. Immer nur darauf hinzuweisen, wie brutal, rücksichtslos und verheuchelt die Christen ihre Religion ausüb(t)en und sich noch nie von ihrer Vergangenheit distanziert haben, bringt doch nichts, das wissen wir doch schon alle. Ich wollte auch nie ein reines Anti-Board machen wie das hier, weil das weder interessant noch nützlich ist, aber die Christen geben einem einfach zu viele Möglichkeiten, mit wegen ihnen Spaß zu haben.
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Freitag, den 14. Mai 2010 um 09:03 Uhr
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| Wenn in einem Blog oder einer Zeitung eine Buchkritik erscheint, dann lese ich die eigentlich nie. Weil ich erstens nicht erfahren will, was passiert und weil es zweitens immer sehr subjektiv ist, ob ein Buch gefällt oder nicht. Besonders Tendenzbücher, wie sie im Esoladen erhältlich sind, werden immer gelobt und sogar wirklich gelesen. Und das obwohl meistens unglaublicher Stuß drinsteht. "Alle Geheimnisse der Hexenkunst" oder so was. Viele kluge Hexen kenne ich, die schon deshalb kein Buch veröffentlichen, weil sie nicht im Buchregal neben so etwas stehen wollen. In Hogwarts würden sich viele der Bilder auf dem Einband, die ein möglichst mystisches und/oder zutrauliches Persönchen zeigen, sich ständig prügeln.
Dann gibt es aber wirklich schlaue Menschen, die verstecken ihr Wissen gekonnt in einer Geschichte und dringen so in das Bewusstsein ein. Ihr wirklich vielleicht geheimes Wissen wird zum Märchen. Wir lächeln darüber, merken es uns und die Wahrheit bleibt als das berühmte Körnchen erhalten.
Nein, ich rede nicht vom Herrn der Ringe, einem Buch, dessen Güte in etwa vegleichbar mit dem neuen Album von Metallica ist. Auch leider nicht von mir, da fehlt mir das Talent. Aber mein ständig zitierter Freund, Sir Terrence Pratchett hat im Geheimen ein Buch über die Seele und Zentrum der Hexenkunst geschrieben ("the soul and center of witchcraft"). Auch wenn es nicht bekannt ist, so muss STP sich mit Neuheidentum befasst haben, so viele Insiderwitze kann man nicht aus Dokus oder Zufallsbekanntschaften zusammensuchen.
Das Buch heisst "A Hat full of Sky", schon falsch übersetzt mit Hut voller Sterne. Es geht dem Autor nicht um Glitzersternchen, sondern dass man als Hexe den Spitzhut nur symbolisch trägt und eigentlich gar nicht braucht, denn man kann auch den Himmel zu seinem Hut machen.
Alleine schon diese archetypischen Charaktere:
Tiffany: die ehrgeizige Junghexe, die unbedingt echte Hexenkunst erlernen will, unter Höhenangst leidet und richtig tollen Käse macht. Miss Tick: die typische Durchschnittshexe, kann nicht gut zaubern, arbeitet als Lehrerin und vermittelt Junghexen an andere Hexen, mit denen diese dann arbeiten dürfen. Man beachte bitte den coolsten aller Wortspielnamen. Anagramma: Die noch nicht ausgelernte Rudelsführerin des "Coven", die glaubt alles zu wissen und andere ständig offensiv darauf hinweisen zu müssen, wie viel schlechter die doch sind, die anderen fürchten sie, laufen ihr aber trotzdem (oder deswegen?) hinterher. Miss Earwig: möchte eigentlich lieber "Ourwitch" ausgesprochen werden, sie ist die Lehrerin von Anagramma, schwört auf modernes Design ("you know that looks sooo gingerbreadcottagy..."), das aber trotzdem schwarz sein muss und glaubt, dass Traumfänger wirklich funktionieren. Perdita: Die schüchterne Junghexe, die versucht, es allen recht zu machen, deren Schmuck sich ständig verheddert, jeden Satz mit Ahmmm beginnt, in Kurven vom Besen absteigt, um die Richtung zu korrigieren und alles über Schweinezucht weiss. Read more...
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Freitag, den 14. Mai 2010 um 08:58 Uhr
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© 2012 Raphael Salazar Toteles
RST
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