Dec
15
2009
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Wenn man durch England reist, hat man das Gefühl, alles gehöre der Königin. Den Leuten gefällt das. Die Königin ist im Grunde unantastbar. Selbst die aufständigsten Monarchiegegner würden über ein: „Unpleasant things may happen to the oppressor, when convenient“ nicht hinaus gehen. Sie ist schon eine Mutter der Nation geworden und wie man weiß, lieben selbst Kinder, die ihre Eltern hassen, ihre Mütter, verteidigen sie gegen jede Vernunft und reden nur gut über sie. Und auch ich kann mich dem nicht entziehen. Ich weiß zwar nicht, wofür man eine Königin braucht, aber sie macht es scheinbar gut. Sie ist über jeden Verdacht erhaben, niemand hinterfragt sie und wenn sie nicht so präsent wäre, müsste man an sie glauben. Sie hat damit den gleichen Status wie unsere Göttin. Wenn die beiden sich treffen würden (sagen wir einmal: zum Tee), hätten sie sich auch wenig Aufregendes zu erzählen, glaube ich.Her Majesty: „How are you, my dear?“ Sie nippen am Tee. HM: „Was machen die Gläubigen?” Tee. Plätzchen. HM: „Warum machen Deine Gläubigen nichts Vernünftiges?“ Sie sehen sich an und sagen dann gleichzeitig: „Menschen sind eben so.“ Dann lachen sie kurz und damenhaft, merken an wie wunderbar das Gespräch war und versprechen sich, das irgendwann zu wiederholen. Vielleicht läuft das ja wirklich so. Kennt jemand alle Zimmer im Buckingham Palace? [1] Haa haa. Wer schon einmal versucht hat, in voller Montur zum Reclaimingtreffen zu fahren, hat auf jeden Fall Erfahrung darin, den Unterschied zwischen einem stumpfen Schlaggegenstand und einem Ritualstab bzw. einer spitzen Stoßwaffe und einer Athame zu erklären. |