Apr
13
2009
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Wenn ich zu meinem Sohn (vier Jahre alt) sage: „Leg das Messer hin, das ist scharf, Du schneidest Dich sonst damit“, dann sagt der: „Nein“. Das freut ihn, denn er sagt: „Ok.“ Er setzt seinen Versuch, die Tassen am Tassenständer zu besiegen, fort und zwar erfolgreich, denn er spießt meinen Star-Wars-Kaffeepott auf, nimmt ein Stück Tapete mit und macht sich daran, den Feind zu Boden zu werfen. Er sieht mich mit großen, vertrauenden Augen an und ich sehe, wie sehr er mit sich kämpft. In meinem Bauch kribbelt dieses herrliche Gefühl, wenn einer von ach-so-vielen Erziehungsversuchen zu gelingen droht. Ich spüre, wie sich Glück und väterliche Zuneigung in mir aufbauen, ich beabsichtige, mir heute einen eleganten Drink auf meinen Erfolg als Vater zu genehmigen, da greift der Sohn meiner Frau beim Versuch, die Tasse abzunehmen, in die Klinge und schneidet sich und heult. Genau so, wie ich mir sage: Ich hätte so manchen Übeltäter rechtzeitig aus dem Verkehr ziehen sollen, als ich noch die Zeit dazu hatte. Aber weil ich mich nicht verantwortlich fühlte, ging ich meiner Wege. Jetzt treffe ich vermehrt Menschen, denen manche Erfahrung erspart geblieben wäre. Ausserdem bin ich nicht Batman.
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abei hätte ich mich s...