Oct
21
2009
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Chef: „Sie sind schon wieder zu spät.“ Ich: „Tschuldigung.“ Chef: „Darf ich fragen warum?“ Ich: „Haben Sie den Sonnenaufgang gesehen?“ Chef: „ Am Rande.“ Ich: „War der nicht großartig?“ Chef: „Kann sein. Und deshalb sind Sie zu spät?“ Ich: „Ich kann nichts dafür. Meine Religion verbietet mir, zu arbeiten, wenn die Natur für mich ein Schauspiel aufführt.“ Chef: „Erst das Gewitter, jetzt ein Sonnenaufgang, was kommt als nächstes?“Ich: „Da bin ich auch gespannt.“ Chef: „Angenommen, ich würde bemerken, dass mir das Religionsausredengedöns nicht gefällt, was würden Sie dann sagen?“ Ich: „Ich würde mich in meiner Freiheit zur Religionsausübung beschränkt und vor allem diskriminiert vorkommen.“ Chef: „Warum suchen Sie sich nicht eine andere Religion, eine die … sagen wir mal … ständige Aufmerksamkeit während der Arbeit befürwortet?“ Ich: (gespielt empört) „Sie wollen doch nicht etwa meine religiösen Gefühle kritisieren?“ Chef: (gespielt entsetzt) „Nein! Nichts läge mir ferner! Ich frage mich nur, ob es auch weniger strenge Konfessionen, mit weniger Vorschriften, zur Auswahl gibt.“ Ich: „Das schöne bei meiner ist, dass die Vorschriften alle Freude machen. Aber ich kann Sie beruhigen, ich spiele mit dem Gedanken, Jedi zu werden.“ Chef: „Guter Mann.“ |